Folge uns auf Facebook. Folge uns auf GooglePlus. Verbinde mit Datenupload über Quicksplorer. Login.
Ausführliches Wetter für Güstrow!
I always recommended BlueHost Reviews for my clients. How to find the best web hosting service for business websites.

 

 

   

Die Straßenbaubeitragssatzung der Stadt Güstrow sieht vor, dass die Anwohner einer Anliegerstraße Kosten in Höhe von 75 % tragen, bei Innerortsstraßen 50 % und bei Hauptverkehrsstraßen 25 %. Die Heinrich-Borwin-Straße - als Anliegerstraße eingestuft - steht kurz vor der Fertigstellung. Die Anwohner sehen mit Angst den Gebührenbescheiden entgegen. Es werde sich um kleine fünfstellige Beträge handeln, sagte Bürgermeister Arne Schuldt. Wir trafen uns mit Sven Tunnemann, betroffener Bürger und Sprecher der Heinrich-Borwin-Straße und Heiko Karmoll (CDU) Stadtvertreter, zu einem Frühstück bei Hornung.

thema: Mich interessiert besonders, wie die Informationen im Vorfeld gelaufen sind. Wurden die Anwohner der H.-Borwin-Straße mit eingebunden?

Sven Tunnemann: Es gab Infoveranstaltungen. Diese fanden zu Zeiten statt, an denen ein Berufstätiger leider nicht kann. Bei diesen Infoveranstaltungen ging es aber lediglich um die Ausgestaltung der Straße.

thema: Wäre es nicht wichtig, schon im Vorfeld den Anwohnern ganz klar zu benennen, was auf sie zukommt?

Heiko Karmoll: Auf jeden Fall. Vorweg erst einmal: die Stadt Güstrow ist nach dem Kommunalabgabegesetz verpflichtet, die Straßenbaubeiträge zu erheben. Das ist Gesetz. Der Antrag zur Änderung unserer Straßenbaubeitragssatzung geht jetzt in den Bau- und Verkehrs- sowie Stadtentwicklungsausschuss. Mein Wunsch wäre, dass hier eine Arbeitsgruppe auch mit Betroffenen gebildet wird, um Vorschläge für eine Satzungsänderung zu erarbeiten. Meine Bitte wäre, dass die Betroffenen mitgestalten und mitreden.

Sven Tunnemann: Diese angestrebten Änderungen beinhalten zwar eine Reduzierung der Beiträge, aber was wir fordern, ist die Abschaffung. Straßen sind ein öffentlicher Raum, jeder kann sie nutzen und so müssen sie steuerfinanziert werden.

Heiko Karmoll:  Auch wenn ich diese Forderung verstehen kann, die Frage ist doch, wie wir das finanzielle Loch, was dann entsteht, stopfen sollen. Das würde bedeuten, dass der Ausbau der Infrastruktur in Güstrow zum o Karmoll: Auch wenn ich diese Forderung verstehen kann, die Frage ist doch, wie wir das finanzielle Loch, was dann entsteht, stopfen sollen. Das würde bedeuten, dass der Ausbau der Infrastruktur in Güstrow zum Erliegen kommt. Die Stadt hat aber auch eine Verkehrssicherungspficht, der sie nachkommen muss.

Sven Tunnemann: Wir alle wissen, dass in Kürze eine deftige Grundsteuererhöhung auf uns zukommt. Es kann nicht sein, dass immer nur der Bürger zur Kasse gebeten wird. Es gibt ja schon Bundesländer, die die Straßenausbaubeiträge abgeschafft haben.  Hinzu kommt, dass immer mit dem Mehrwert argumentiert wird. In unserer Straße kann ich keinen Mehrwert entdecken. Durch die Bauarbeiten sind an meinem Haus Schäden entstanden. Der erste Bauabschnitt weist jetzt schon erste Mängel auf. In der Schliemannstraße, die ebenfalls betroffen ist, werden die Anwohner das Absenken des Bürgersteiges für ihre Zufahrten mitzahlen müssen, obwohl diese bereits im Vorfeld durch Eigenleistung erstellt und selbst gezahlt worden sind. Wenn wir immer vom Mehrwert reden, warum nicht auch einmal darüber, was passiert, wenn sich der Wert des Grundstückes durch Baumaßnahmen verringert? Erhalten dann die Grundstückseigentümer einen Ausgleich? Zur Zeit gibt es nur eine Einbahnstraße und die heißt, der Bürger zahlt.

thema: Besonders im Stadtteil Dettmannsdorf ist der Altersdurchschnitt sehr hoch. Die Heinrich-Borwin-Straße war die erste Straße. Es ist abzusehen, dass weitere folgen. Wie soll ein Rentner diese Abgaben leisten können? Zumal ihre Häuser ja auch als Alterssicherung dienen.

Heiko Karmoll: Unsere Satzung ist 18 Jahre alt. Die Baukosten sind in den letzten Jahren emenz gestiegen. Dass wir dies berücksichtigen müssen, steht außer Frage. Des Weiteren plädiere ich für eine langfristige, zinslose Tilgung und eine frühe, tranzparente Einbindung der betroffenen Grundstückseigentümer. Dazu gehört auch die Klärung der Frage, wie definiere ich eine Anliegerstraße und wie hoch sind die Kosten für alle Beteiligten.

Sven Tunnemann: Was ist mit den Eckgrundstücken? Wir haben Grundstücke, die gleich an zwei Straßen liegen. Müssen wir im nächsten Jahr mit der nächsten „kleinen fünfstelligen Summe" rechnen?

Heiko Karmoll: Für diese Fälle brauchen wir eine Entschärfung.

thema: Sowohl die Anwohner der Heinrich-Borwin-Straße als auch der Schliemannstraße haben sich zu Interessengemeinschaften zusammen getan, um gegen die Straßenbaubeiträge anzukämpfen. Wie werden sie weiter verfahren?

Sven Tunnemann: Wir werden alles tun, um eine Änderung der Satzung zu erreichen.Nochmal: unser Ziel ist die Abschaffung. Wir gehen an die Fraktionen und Ausschüsse. Sagen die Ausschüsse Ja zu einer Satzungsänderung, muss der Bürgermeister an den Landtag ran. Wir sind ja nicht allein. In vielen Städten in Mecklenburg-Vorpommern brodelt es bereits. Die Bad Doberaner erhalten sogar große Unterstützung durch ihren Bürgermeister. Es ist davon auszugehen, das 90 % aller betroffenen Bürger ihrer Beitragsrechnung widersprechen werden.

thema: Heiko, was ist dein Schlusssatz zu diesem Gespräch?

Heiko Karmoll: Ganz kurz: Wir haben es erkannt!

 

.....................................................................................................................................................................

 

ORANGER FADEN:

"Am liebsten unter freiem Himmel"

Josi Heinecke, Fotografin

Die Leidenschaft für ihren späteren Beruf entdeckte Josi Heinecke während eines Schülerpraktikums bei Foto Porst in Güstrow. „Es hat mir so viel Spaß gemacht. Meine Chefin Inge Brockmann hat mich sehr motiviert, mich in Richtung Fotografie zu orientieren", erinnert sich Josi Heinecke noch gern zurück. So bewarb sie sich nach bestandener Mittlerer Reife um eine Ausbildungsstelle als Fotografin und wurde in Schwerin bei Studioline Photografie angenommen. Nach ihrem erfolgreichen Berufsabschluss schloss die junge Fotografin noch eine weitere Prüfung an und erhielt den Ausbilderschein. Neben der Betreuung der Auszubildenden bei Studioline lag der Schwerpunkt ihrer Arbeit auf der Portraitfotografie im Fotostudio. Nebenher arbeitete sie an freien Projekten für ihr eigenes Portfolio. „Bei diesen Projekten, die überwiegend außerhalb des Studios stattfanden, wuchs der Wunsch nach mehr Outdoor-Aufträgen. Pferde, Kinder, Familien und die Natur - das reizte mich immer mehr und bestärkte dann auch den Entschluss, zurück nach Güstrow zu kommen und mich selbstständig zu machen", erzählt sie. Im Juli 2015 war es dann soweit. Dass es nicht nach Güstrow, sondern in das Dörfchen Zehlendorf ging, daran war Stute „Cava" schuld. „Das Pferd war zuerst hier und ich bin ihr sozusagen hinterher gezogen", sagt sie. Der Start in die Selbstständigkeit ist ihr gut gelungen. Einen kleinen Kundenstamm konnte sie sich noch aus ihrer Schweriner Zeit mitnehmen und er wird immer größer. Ihr Tätigkeitsbereich reicht von Neubrandenburg bis Boizenburg. Hochzeiten nehmen dabei einen großen Stellenwert ein. „Von der Brautvorbereitung bis zur Trauung, Portraits des Paares, Eindrücke der Feier - alles ist möglich. Im letzten Jahr fielen viele Hochzeiten sprichwörtlich ins Wasser. Aber auch mit einer Hochzeit im Regen kann man arbeiten", ist Josi Heinecke überzeugt und erinnert sich gern an eine Braut mit schicken Gummistiefeln. Für Babyfotos macht sie Hausbesuche, denn hier fühlen sich die Neugeborenen am wohlsten. Sie arbeitet mit natürlichem Licht. Accessoires wie Deko, Lammfell, Haarschmuck und vieles mehr bringt sie zu ihren Hausbesuchen mit. Ansonsten gilt, der Kunde ist König und darf sich seine Locations gern aussuchen: Wald, See, Wiesen, Ostsee oder Rostocker Heide - alles ist möglich.

Für die Zukunft wünscht sich die Pferdeliebhaberin noch mehr Zeit für ihre große Leidenschaft der Pferdefotografie. „Ich würde gern an Workshops bekannter Pferdefotografen teilnehmen und ihnen über die Schulter schauen." Seit 2017 arbeitet sie bereits für eine Reitsportmarke und shootet edle Fashionbilder zum Thema Mode.

Wer sich einen Eindruck über ihre Arbeit machen möchte, wird auf ihrer Facebook-Seite Josi Heinecke Fotografie und bei Instagram fündig und kann sich dort aktuelle Bilder und Berichte ihrer Shootings anschauen.

 

Den Orangen Faden reicht Josi Heinecke weiter an

Martin Bade, Inhaber eines Tonstudios in Güstrow.

.....................................................................................................................................................................

10 MINUTEN FÜR

Felix Grasshoff abolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger am KMG-Klinikum Güstrow. Seiner Ausbildung schloss er ein dreijähriges Studium an, das er als Bachelor in Pflegewissenschaft- und Management erfolgreich absolvierte. 2013 übernahm er die Tätigkeit als Gesellschafter-Geschäftsführer beim Pflegedienst Pringal. 2016 wurde der Pflegedient Pringal zur MeckCura Pflegedienst GmbH umbenannt. An zwei Standorten beschäftigt die MeckCura Pflegedienst GmbH heute 60 Mitarbeiter.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Mehr Infos: www.10G-guestrow.de

Mittwoch 09.05.2018 | 19.00 Uhr | Restaurant Verve, Hansenstraße

.....................................................................................................................................................................

400 JAHRE BEGINN DES 30-JÄHRIGEN KRIEGES

... und was kann er uns heute noch sagen

Am 23.05.1618, vor genau 400 Jahren, drangen bewaffnete protestantische Mitglieder des böhmischen Landtages in den Hradschin der Prager Burg ein, um die kaiserlich katholischen Statthalter bezüglich der kaiserlichen Absichten und antiständischen Politik zur Rede zu stellen. Die tumultartigen Gespräche endeten mit dem als „Prager Fenstersturz" in die Geschichte eingegangenen Rauswurf der beiden Statthalter und ihrem Sekretär aus dem Fenster der Burg. Alle drei landeten wohlbehalten, aber dreckig in den Fäkalien der Burg und Europa in eine traumatische Katastrophe.

Steht dies auch für den Beginn des 30jährigen Krieges, so war es nur der der Tropfen, der das aufgestaute Fass überlaufen und schlussendlich bersten ließ. Einer der Gründe war, dass die Generation der Mächtigen, die die erste große konfessionelle innerchristliche Auseinandersetzung, den Schmalkaldischen Krieg von 1546 bis 1547 erlebt haben, von der politischen Bildfläche verschwanden. Ihre Amtsnachfolger vermochten sich nicht vorzustellen, dass eine beständige Verschärfung und Zuspitzung der Meinungsverschiedenheiten in eine derartige Katastrophe münden würde.

Die Mecklenburgischen Herzöge versuchten zwar durch Neutralität das Kriegsgeschehen von Mecklenburg fernzuhalten. Als aber die kaiserlichen Heere immer näher kamen, schlossen sich die Herzöge aus Angst vor Wiederherstellung des Katholizismus und damit des kaiserlichen Absolutismus mit vielen norddeutschen Städten unter Führung des dänischen Königs Christian 1625 zu einem Verteidigungsbündnis zusammen. Obwohl sie sich nur ein Jahr später, nach der Schlacht von Lutter 1626, von Dänemark lossagten, wurden sie 1628 vom Kaiser Ferdinand II geächtet, abgesetzt und durch Wallenstein ersetzt.

Wallenstein wählte Güstrow zu seiner Residenz und drückte der Stadt trotz seiner weniger als zweijährigen Anwesenheit seinen Stempel auf. Für das Land Mecklenburg führte er eine Reihe von modernen Reformen ein und bescherte seinen ärmeren Bewohnern am 13.05.1629 die „Armenverordnung". Schon 1630 setzte der schwedische König Gustav Adolf die Herzöge wieder ein und kassierte Wallensteins Reformen. Am 22.01.1631, dreizehn Jahre nach dem Beginn des 30jährigen Krieges, zogen die ersten schwedischen Truppen über die Heerstraße (s. auch Ausgabe Oktober 2016) kommend in Güstrow ein. Von Mecklenburg blieben nach Ausgang des langjährigen Krieges, wie der Kriegsschrecken gewohnte, schwedische General Baner schreibt „...nichts als Sand und Luft. Alles bis auf den Erdboden verheert" Und er führt weiter aus: „Dörfer und Felder sind mit crepiertem Vieh besäet, die Häuser voller todter Menschen, der Jammer ist nicht zu beschreiben". Von den eingangs 300.000 Einwohnern Mecklenburgs lebten am Kriegsende gerade 60.000. Viele Höfe, Dörfer und auch kleine Städte waren zerstört und verwaist, viele Höfe und Dörfer blieben es und wurden Wüstungen. Wir wollen dieses fragwürdige Jubiläum zum Anlass nehmen, um in loser Folge auf den Einfluss des Kriegsgeschehens auf Güstrow und sein Umland zu verweisen.

Zu den noch immer sichtbaren Spuren Wallensteins gehört auch das Hofgericht am Domplatz.

 

.....................................................................................................................................................................

© 2012 :: Weblayout by InView-Design :: All rights reserved.